Brenner Basistunnel

Eisenbahnverbindung

Planung für die mit 55km Strecke längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt

Der Brenner Basistunnel das Kernelement der Eisenbahnachse Brenner von München bis Verona. Das Tunnelsystem besteht aus zwei eingleisigen Fahrröhre, verfügt über einen Erkundungs- und Entwässerungsstollen und drei Nothaltestellen.

At a glance
Kunde
Galleria di Base del Brennero / Brenner Basistunnel BBT SE
Länder
Italien
Österreich

Der Projektumfang

Der Brenner Basistunnel besteht aus einem System mit zwei eingleisigen Tunnelröhren, welche mit Querschlägen verbunden sind. Das Tunnelsystem beinhaltet einen Pilotstollen, der als Entwässerungsstollen bzw. Servicetunnel ausgebildet wird. Außerdem gehören zum Tunnelsystem drei Nothaltestellen für die Evakuierung der Passagiere im Notfall. Diese Nothaltestellen enthalten auch Einrichtungen für den Betrieb und für Erhaltungsarbeiten und werden von der Oberfläche aus durch befahrbare Zugangstunnel erschlossen. Unmittelbar nördlich der Nothaltestelle Innsbruck zweigen die beiden eingleisigen Verbindungstunnel in die bestehende Umfahrung Innsbruck ab, sodass die Güterzüge den Bahnhof Innsbruck im Süden unterirdisch umfahren können.

Die geologischen Voraussetzungen

Der Brenner Basistunnel durchfährt die gesamte Zentralzone der Ostalpen durch das so genannten Tauernfenster. Die Geologie basiert zum Großteil auf Schiefern und Phylliten, außerdem aus Gneisen und Graniten und nur zu einem kleinen Teil aus Karbonaten. Bei der Wahl der Linienführung des Haupttunnels und der seitlichen Zugänge wurden die teilweise schwierigen geologischen und hydrogeologischen Randbedingungen sowie baubetriebliche, sicherheitstechnische und wirtschaftliche Erfordernisse untersucht und berücksichtigt.

Die Umsetzung

Die Umsetzung des Basistunnels besteht aus mehreren Planungs- und Baulosen – eingeteilt in Erkundungsmaßnahmen und Hauptbaumaßnahmen in Österreich und Italien. Im Zuge der Erkundungsmaßnahmen werden primär die seitlichen Zufahrtstunnel und Zwischenangriffe sowie der Vortrieb des Erkundungs- und Entwässerungsstollens durchgeführt. Im Zuge der Hauptbaumaßnahmen erfolgt gleichzeitiger Vortrieb der Haupttunnelröhren von mehreren Zwischenangriffspunkten aus. Der Vortrieb der Haupttunnel erfolgt entweder mittels Tunnelbohrmaschinen (offene TBM / Schildmaschine) oder konventionell durch Sprengvortrieb.

Leistungen im Überblick

  • UVE-Planung und techn. Projektaufbereitung (Einreichplanung)
  • Gesamtprojektleitung für die Abwicklung und Begleitung sämtlicher Genehmigungsverfahren auf österreichischer und italienischer Seite
  • Bauwerksplanung (Haupttunnelröhren, Zugangsstollen, Nothaltestellen, Erkundungs- und Entwässerungsstollen)
  • Erhaltungskonzept
  • Planungskoordination nach BauKG
  • Geologie für den Bereich Innsbruck
  • Ausschreibungs- und Ausführungsplanung Los H33 – Tulfes / Pfons
  • Bauwerksplanung des ca. 15 km langen Erkundungs- und Entwässerungsstollen, aufgefahren mit einer offenen TBM (TBM-O); Planung der Haupttunnelröhren mit den Abzweigerkavernen zu den Verbindungstunnel sowie Zugangstunnel und Querkaverne mit Ausbruchsquerschnitten über 200m² und Planung eines Unterwerks
  • Planungskoordination nach BauKG und SIGE-Planung
  • Erstellung der Ausschreibungsdokumente
  • Geotechnische Fachbauleitung (Geotechniker Untertage)
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Dipl.-Ing. Gernot JEDLITSCHKA

Ingenieurkonsulent für Bauwesen

Tel.:+43 662 65965 246